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IMMOBILIENANGELEGENHEITEN

Immobilienangelegenheiten umfassen eine Vielzahl rechtlicher und praktischer Aspekte im Zusammenhang mit dem Erwerb, Besitz und Verkauf von Immobilien. Schlüsselaspekte von Immobilienangelegenheiten umfassen die Erstellung und Beurkundung von Kaufverträgen, die Sicherstellung der Rechtssicherheit durch Notare, die Aufteilung von Immobilien mittels Teilungserklärungen im Wohnungseigentum, die Klärung von Rechten und Pflichten von Wohnungseigentümern sowie die ordnungsgemäße Eintragung von Eigentumsverhältnissen im Grundbuch.

Übersicht

Kaufvertrag für Immobilien

Der Immobilienkaufvertrag in Deutschland ist ein komplexes rechtliches Dokument, das die Übertragung von Eigentum an einer Immobilie regelt. Die Beteiligung eines Notars ist in diesem Prozess unabdingbar, um die Rechtssicherheit für alle Parteien zu gewährleisten.

Wir unterstützen Sie bei der Erstellung des Immobilienkaufvertrags. Wir formulieren den Vertrag so, dass er den gesetzlichen Anforderungen entspricht und die Interessen aller Vertragsparteien berücksichtigt. Dies beinhaltet klare Festlegungen zum Kaufgegenstand, zum Kaufpreis, zu Zahlungsmodalitäten und Fälligkeitsbedingungen.

Vor Vertragsunterzeichnung beschafft der Notar einen aktuellen Grundbuchauszug, um sicherzustellen, dass der Verkäufer berechtigt ist, die Immobilie zu verkaufen, und um mögliche Belastungen des Grundstücks zu überprüfen.

Die Unterzeichnung des Immobilienkaufvertrags erfolgt in Anwesenheit des Notars. Durch die Beurkundung dokumentiert der Notar die Übereinstimmung der Willenserklärungen der Vertragsparteien. Dies verleiht dem Vertrag Rechtssicherheit und ist eine Voraussetzung für die spätere Eintragung im Grundbuch.

Der Notar kann die Einrichtung eines Notaranderkontos empfehlen, auf das der Käufer den Kaufpreis einzahlt. Dies dient der Sicherheit beider Parteien, indem es sicherstellt, dass der Kaufpreis erst nach Erfüllung bestimmter Bedingungen freigegeben wird.

Der Notar achtet darauf, dass alle im Vertrag festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind, bevor der Kaufpreis fällig wird. Dies kann die Klärung von offenen Fragen, die Freigabe von Belastungen oder die Vorlage bestimmter Dokumente umfassen.

Die Zahlung des Kaufpreises erfolgt gemäß den im Kaufvertrag festgelegten Bedingungen. Der Notar überwacht den Zahlungsprozess und stellt sicher, dass der Kaufpreis ordnungsgemäß überwiesen oder auf das Notaranderkonto eingezahlt wird.

Die Übergabe des Eigentums erfolgt gemäß den im Vertrag festgelegten Bedingungen. Der Notar kann hierbei als neutrale Instanz fungieren und sicherstellen, dass die Übergabe rechtskonform und nach den vereinbarten Modalitäten erfolgt.

Nach Erfüllung der Vertragsbedingungen und Zahlung des Kaufpreises initiiert der Notar die Eintragung des neuen Eigentümers im Grundbuch. Bei Finanzierung durch eine Hypothek oder Grundschuld stellt der Notar auch die Bestellung und Eintragung dieser Sicherheiten sicher.


 

Teilungserklärung

Die Teilungserklärung ist eine notariell beurkundete Erklärung, die die Aufteilung eines Gebäudes oder einer Gebäudeeinheit in selbstständige Einheiten regelt. Der Zweck besteht darin, das sogenannte Wohnungseigentum zu begründen und die Rechte und Pflichten der einzelnen Eigentümer zu regeln.

Die Teilungserklärung enthält grundlegende Informationen, wie die genaue Beschreibung der einzelnen Einheiten, deren Größe, Lage und Nutzungsart. Zudem werden Regelungen zu Gemeinschaftseigentum, Sondernutzungsrechten, Kostenverteilung und Verwaltung festgehalten. Die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) werden ebenfalls definiert.

Die Teilungserklärung unterscheidet zwischen Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum. Das Sondereigentum bezieht sich auf die individuellen Wohneinheiten oder Gewerbeeinheiten, während das Gemeinschaftseigentum die gemeinschaftlich genutzten Bereiche wie Treppenhäuser, Dach, Keller und Garten umfasst.

Die Teilungserklärung ist rechtsverbindlich und legt die Grundlage für die Entstehung des Wohnungseigentums. Sie muss notariell beurkundet werden, um Gültigkeit zu erlangen. Mit der Eintragung im Grundbuch wird die Aufteilung rechtlich wirksam.

Oft wird die Teilungserklärung zusammen mit dem Aufteilungsplan erstellt. Der Aufteilungsplan visualisiert die räumliche Aufteilung und Nummerierung der Einheiten im Gebäude. Beide Dokumente ergänzen sich und bilden die rechtliche Grundlage für die Schaffung von Wohnungseigentum.

Die Teilungserklärung legt die Regeln für die Wohnungseigentümergemeinschaft fest. Die WEG besteht aus allen Eigentümern der einzelnen Einheiten und hat die Aufgabe, gemeinschaftliche Belange zu regeln, wie etwa die Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums oder die Bestellung eines Verwalters.

Eine Änderung der Teilungserklärung erfordert in der Regel die Zustimmung aller Eigentümer. Sie kann notwendig werden, wenn sich bauliche Veränderungen ergeben oder Regelungen angepasst werden müssen.

Wohnungseigentümer sollten die Teilungserklärung und den Aufteilungsplan genau prüfen. Diese Dokumente geben Aufschluss über ihre Rechte und Pflichten, aber auch über die der anderen Eigentümer in der Gemeinschaft.

Die Teilungserklärung ist somit ein essenzielles Dokument, um die rechtliche Grundlage für die Schaffung von Wohnungseigentum zu legen. Ihr korrekter Inhalt und ihre rechtsverbindliche Natur stellen sicher, dass die Interessen aller Eigentümer gewahrt werden und die gemeinschaftliche Nutzung und Verwaltung der Immobilie geregelt ist.

Löschungsbewilligung

Das Grundbuch ist eine öffentliche Urkunde, die Eigentumsverhältnisse an Grundstücken dokumentiert. Innerhalb des Grundbuchs können auch Grundschulden eingetragen werden. Eine Grundschuld dient als Sicherheit für ein Darlehen und wird im Falle eines Kreditabschlusses im Grundbuch eingetragen.

Wenn ein Kredit vollständig zurückgezahlt wurde, stellt die Bank dem Darlehensnehmer eine Löschungsbewilligung aus. Diese Erklärung bestätigt, dass die Grundschuld im Grundbuch gelöscht werden kann, da die finanzielle Verpflichtung erfüllt wurde.

Die Löschungsbewilligung muss notariell beurkundet werden, um rechtsverbindlich zu sein. Unser Notar Andreas Daum überprüft die Identität der Beteiligten und sorgt für eine korrekte Formulierung der Bewilligung. Dies gewährleistet die Wirksamkeit der Löschung. 

Nach Erhalt der Löschungsbewilligung kann der Eigentümer oder Notar einen Antrag auf Grundbuchberichtigung stellen. Dieser Antrag wird beim örtlichen Grundbuchamt eingereicht, das daraufhin die Löschung der Grundschuld im Grundbuch veranlasst.

Bei Verkauf oder Übertragung einer Immobilie muss häufig die Grundschuld gelöscht werden, um dem Käufer eine unbelastete Immobilie zu übergeben. Die Löschungsbewilligung ist in solchen Fällen ein wesentlicher Schritt.

Die Löschung der Grundschuld hat zur Folge, dass die damit verbundene Sicherheit für das Darlehen erlischt. Der Eigentümer erhält ein unbelastetes Grundbuch, was bei zukünftigen Immobiliengeschäften von Vorteil ist.

Die Löschungsbewilligung bezieht sich in der Regel auf Sicherungshypotheken und Grundpfandrechte. Diese sind abstrakte Schuldanerkenntnisse, die unabhängig vom eigentlichen Kreditvertrag existieren und als Sicherheit für Forderungen dienen.

Übertragungsvertrag

Wenn eine Person beabsichtigt, eine Immobilie ohne finanzielle Gegenleistung an eine andere Person zu übertragen, könnte ein Übertragungsvertrag im Rahmen einer Schenkung sinnvoll sein. Dies ermöglicht es, die Bedingungen der Schenkung klar zu dokumentieren.

Innerhalb von Familien, insbesondere zwischen Ehepartnern oder anderen engen Verwandten, kann es Situationen geben, in denen eine Vermögensübertragung sinnvoll ist. Ein Übertragungsvertrag kann die Formalitäten klären und die Interessen beider Parteien schützen.

Im Falle einer Scheidung oder Trennung könnte ein Ehepartner seine Anteile an einer gemeinsamen Immobilie auf den anderen übertragen. Ein Übertragungsvertrag würde die Bedingungen dieser Übertragung festlegen.

Bei der Aufteilung von Nachlassvermögen kann es vorkommen, dass bestimmte Erben oder Begünstigte Eigentum an Immobilien erhalten. Ein Übertragungsvertrag kann Klarheit über die Verteilung schaffen.

Personen, die eine gezielte Nachlassplanung betreiben, könnten vorab Vermögenswerte, darunter Immobilien, an Erben oder Begünstigte übertragen. Dies kann helfen, Erbschaftssteuern zu minimieren und den reibungslosen Übergang von Vermögenswerten sicherzustellen.

Bei der Übertragung von Immobilien im Zusammenhang mit dem Verkauf oder der Übertragung von Unternehmen könnte ein Übertragungsvertrag die klare Abwicklung des Immobilienübergangs regeln.

In manchen Fällen könnte eine Übertragung von Immobilien dazu dienen, finanzielle Belastungen zu mindern. Beispielsweise könnte ein Verkauf an einen Familienangehörigen zu einem reduzierten Preis in Erwägung gezogen werden.

Ein Übertragungsvertrag könnte auch Regelungen wie lebenslanges Wohnrecht oder Nießbrauch beinhalten, um sicherzustellen, dass der Übertragende bestimmte Rechte an der Immobilie behält.

Aktueller Grundbuchauszug

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ANDREAS DAUM

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